Öl und die grüne Logik

Öl und die grüne Logik

Liebe Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, liebe Freunde der AVISTA OIL,

bereits im Jahr 2008 veröffentlichte der renommierte deutsche Ökonom Hans-Werner Sinn ein Arbeitspapier mit dem Titel Das grüne Paradoxon: Warum man das Angebot bei der Klimapolitik nicht vergessen darf.

Auf seiner Website (http://www.hanswernersinn.de/de/themen/GruenesParadoxon) schreibt er dazu, dass „… die Politiker glauben, wir könnten durch grüne Gesetze, die unsere Nachfrage nach fossilen Brennstoffen verringern, die Emissionen von Kohlendioxid reduzieren und so das Klima retten. Aber wie soll das gehen? … Bedrohen wir die Ressourcenbesitzer mit einer immer grüner werdenden Politik, die ihnen das zukünftige Geschäft kaputtmacht, kommen sie der Bedrohung zuvor und fördern ihre Bodenschätze nur noch schneller. Statt den Klimawandel zu bremsen, beschleunigen wir ihn. Das ist das grüne Paradoxon.“

Aber was könnte hier Abhilfe schaffen? Wo wäre die für das Klima entscheidende grüne Logik?

Hierzu gibt es sicher verschiedene Ansätze. Abhilfe könnten zertifizierte CO2-reduzierte und -einsparende Ersatzstoffe für fossile Energieträger schaffen.

Ein Lösungsansatz könnte die Anerkennung und eine damit einhergehende Vorrangstellung alternativer Angebote zu den konventionellen Ressourcen sein. Diese müsste nicht zwangsweise durch die Gesetzgebung gesteuert werden, die das grüne Paradoxon verstärken würde: eine Anrechnung im Rahmen des Emissionshandels lautet die Lösung.

Wir, die AVISTA OIL, haben mithilfe vieler Studien in den vergangenen Jahren nachgewiesen, dass die Ressource Erdöl zur Herstellung konventioneller Basisöle durch Gebrauchtöl als Rohstoff für Basisöle ersetzt werden kann. Insbesondere vor dem Hintergrund, dass wir durch unser Produktionsverfahren eine Basisölausbeute von etwa 60% erreichen, die Erdölindustrie lediglich 2%.

Gemeinsam mit dem IFEU Institut Heidelberg und der DEKRA haben wir die CO2-Einsparung ermittelt, die wir unseren Kunden im Vergleich zu konventionellen Basisölproduzenten garantieren können: 30% (~ 825 kg pro Tonne). Ein ökologischer Meilenstein in der Herstellung von Basisölen. Eine weitere Einsparung bietet der Rohstoff Gebrauchtöl in Bezug auf den Ressourcenverbrauch. Mit jeder in die ökologische Raffination eingesetzten Tonne Gebrauchtöl müssen 29 Tonnen Erdöl nicht aufwendig und naturschädlich gefördert werden.

Somit leisten z.B. unsere Hydrauliköle eine vorgelagerte CO2-Reduzierung für die einsetzenden Industriebetriebe, die auch monetär Berücksichtigung in der Anrechnung (hier Reduzierung) von CO2-Emissionen finden sollte: insbesondere im Handel mit CO2-Zertifikaten. Eine Schaffung deutlicher Anreize für den Einsatz von z.B. nachhaltigen Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen in Produktionsprozessen, die den CO2-Fußabdruck mindern, sollte kostenreduzierend wirken.

Das Ziel muss sein: Produktionsprozesse nicht mehr nur als reine Wertschöpfungsketten zu betrachten, sondern als Nachhaltigkeitsketten, was positive Auswirkungen auf die CO2-Bilanz mit sich bringen würde. Unternehmen könnten die CO2-Einsparung handhaben wie die Umsatzsteuer; Einsatzstoffe mit der vom Vorlieferanten garantierten CO2-Einsparung in kg/t bilanzieren und als durchlaufenden Posten bewerten. Somit hätten alle Wertschöpfungsstufen einen realistischen Nachweis über ihre CO2-Einsparung. Der ermittelte Gesamtwert wäre dann die Einsparung, die in der CO2-Bilanz positive Berücksichtigung finden müsste. Hier sehen wir die grüne Logik!

Für unsere Kunden würde diese Methodik bedeuten, dass sie von uns Hydrauliköle einsetzen, die ihnen für den reduzierten CO2-Fußabdruck bereits, neben dem ökologischen, auch einen ökonomischen Mehrwert bringen, und durch die Rücknahme der Gebrauchtöle ein weiterer Mehrwehrt entsteht, da daraus wieder 60% neues Basisöl entsteht.