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Nach Brand: Re-Raffinerie in Dänemark wird neu gebaut

Nach Brand: Re-Raffinerie in Dänemark wird neu gebaut

Weniger als ein Jahr nach dem Brand auf dem Grundstück der AVISTA OIL Dänemark wird nun an einem Neubau einer Re-Raffinerie gearbeitet. Das Unternehmen baut seine Re-Raffinerie wieder auf. Durch das Joint Venture der AVISTA OIL AG mit der Greenbottle Ltd, Vereinigtes Königreich, kann der Anlagenbau beschleunigt werden. Wir berichteten bereits (AVISTA OIL AG und Greenbottle Ltd verkündigen internationales Raffinerie Joint Venture). Die neue Anlage wird mit einer Kapazitätssteigerung von 45.000 Tonnen/Jahr auf 100.000 Tonnen /Jahr installiert.

Das Feuer in der Re-Raffinerie in Dänemark war einer der größten Brände der Firmengeschichte der AVISTA OIL: Am 24. Juli 2017 war die Anlage in Flammen aufgegangen, der Rauch war weit zu sehen. Ein Großeinsatz der dänischen Feuerwehr war nötig. Personen kamen durch das Feuer nicht zu schaden, wurden aufgrund des Schocks aber unmittelbar durch Katastrophenseelsorger betreut. Der Raffineriebetrieb musste eingestellt werden.

„Wir, die Leitung der AVISTA OIL AG möchten uns noch einmal öffentlich bei allen Brand- und anderen Helfern und den Mitarbeitern bedanken, die uns, auch für uns aufgetretenen Schockmoment, unterstützt und noch größeren Schaden abgewendet haben,“ teilt Marc Verfürth, Vorstandsvorsitzender der AVISTA OIL der Redaktion des Oilenspiegels mit. „Das möchte ich auch im Namen unseres Aufsichtsrates weitergeben.“

Die Gebrauchtöle, die in Dänemark weiterhin gesammelt werden, können durch den Standort Deutschland übernommen werden. „Durch die optimale Infrastruktur im Gesamtunternehmen mussten wir die Eigensammlung in Dänemark nicht einstellen“, sagt Leon Skovbo, Geschäftsführer der AVISTA OIL Dänemark. „Wir verwenden die Gebrauchtöle für die Steigerung der Rohstoffversorgung der Raffinerie in Deutschland.“

Noch vor ein paar Monaten standen auf dem Gelände die Anlagenruinen, inzwischen hat sich das Gelände in eine Baustelle verwandelt – die Aufräumarbeiten stehen kurz vor dem Abschluss. Nun beginnt die Planung für die neue Anlage. Die zu installierende Technologie wird wieder eine Weiterentwicklung des bewährten AVISTA Verfahrens sein, in die auch die neuesten Erkenntnisse aus dem Betrieb der US-amerikanischen Anlage einfließen werden. Der Technologietransfer wird durch das Ingenieurteam der AVISTA OIL Deutschland unter der Leitung der Projektingenieurin Silvia Börschel sichergestellt, das den gesamten Bau in allen Projektphasen eng begleiten wird. Das gesamte Engineering wird durch die dänische Firma, Process Engineering A/S durchgeführt. Baubeginn soll bereits im Oktober 2018 sein. Die Inbetriebnahme ist für Ende 2019 geplant.

Die neue Anlage wird laut Leon Skovbo die modernste Re-Raffinerie Europas.